Lange Schlauchleitung zur Werkstatt beim Steinbruch Wager


Die Hauptübung der Feuerwehr Söhnstetten am Samstagnachmittag hatte es in sich und wurde zur echten Herausforderung für alle beteiligten Kräfte vom Roten Kreuz wie von der Feuerwehr. Ein Werkstattbrand auf dem Gelände des Steinbruchs Wager war Übungsannahme. In der künstlich vernebelten Werkstatt waren drei "Verletzte" versteckt, die Trupps unter schwerem Atemschutz zu finden und dem Sanitätsdienst zu übergeben hatten. Einen Hydranten für Löschwasser gibt es auf dem Betriebshof des Steinbruchs nicht, so dass die Feuerwehr vom Standort der heute nimmer vorhandenen Kläranlage aus eine 350 Meter lange Schlauchleitung ausrollen und dazu die Bundesstraße 466 überqueren musste. Mühsam wurde der Verkehr gedrosselt, damit er die Schlauchbrücken mit der gebotenen Vorsicht überqueren konnte. Abteilungskommandant Hans-Jürgen Söll leitete den Einsatz, der von zahlreichen Menschen beobachtet wurde. 38 Feuerwehrleute und zwölf Rotkreuzkräfte arbeiteten schulmäßig zusammen, wobei später bei der Übungsbesprechung DRK-Bereitschaftsführer Torsten Schäch sich eine schnellere Menschenrettung gewünscht hätte. Hauptkommandant Eberhard Kieser äußerte bei der Manöverkritik, dass die angenommene Lage zwangsläufig den Einsatz der Gesamtfeuerwehr erfordert hätte. Zusätzliche hätte man weitere Tanklöschfahrzeuge und den Kreisschlauchwagen gebraucht. Bürgermeister Olaf Bernauer freute sich über den guten Ausbildungsstand, der bei der Übung erneut unter Beweis gestellt wurde. Für Hans-Jürgen Söll war klar: "Wir wurden heute an unsere Kapazitätsgrenze herangeführt. Wir wollten mal wieder die Örtlichkeiten erkunden und sehen, wie es ums Löschwasser bestellt ist." Die Feuerwehr könnte vor Ort aus Zisternen des Steinbruch-Unternehmens "zapfen", wenn entsprechende Löschwasseranschlüsse vorhanden wären.