Bericht vom 20.04.2013, Truppführerlehrgang der Feuerwehr Steinheim / Gerstetten

 

Steinheimer Truppführer bestehen ersten Lehrgang

Im Bereich der Feuerwehr Steinheim wurde erstmals auf Kreisebene ein Truppführer-Lehrgang veranstaltet. Am Ende bekamen alle ihr Abschlussdiplom.

Die Truppführer-Ausbildung ist zeitlich gesehen nur halb so lang wie die Grundausbildung zum Truppmann. Kreisausbilder und Brandmeister Jochen Maier (Steinheim) war Lehrgangsleiter. Er wurde durch weitere Kameraden unter anderem aus Nattheim und Gerstetten unterstützt.

Die „Schüler“ kamen aus den Feuerwehren von der Gerstetter Alb sowie aus Söhnstetten und auch aus Steinheim. Theorie und Praxis wechselten sich ab und für letzteres dienten Feuerwehr-Fahrzeuge aus Steinheim und Dettingen mit den entsprechenden Gerätschaften.

Ein Trupp hat maximal drei Mitglieder und ist zum Beispiel beim Brand eines Gebäudes vorne am Strahlrohr eingesetzt. Von den Rückmeldungen dieser Kräfte hängt das weitere Vorgehen ab. Deshalb werden vom Truppführer wichtige Entscheidungen abverlangt. Das erklärt, warum in diesem 35 Stunden umfassenden Lehrgang auch Rechtsgrundlagen und Organisationsfragen eine Rolle spielen. Aufgefrischt wurden die „Gefahren am Einsatzort“. Zu beweisen waren die Fähigkeiten in der Ersten Hilfe ebenso wie in der technischen Rettung. Sie geschieht ja nicht nur bei einem Verkehrsunfall mit Schere und Spreizer. Ein auf der Seite liegendes Fahrzeug muss entsprechend gesichert werden, damit es bei der Menschenrettung nicht plötzlich kippt und die Retter erschlägt.

Auch andere Möglichkeiten, bei denen Menschen in Not geraten können, wurden behandelt: Auf dem Bauhofgelände war vorzuführen, wie man einem teilweise Verschütteten in einer Baugruppe möglichst schnell zu Hilfe kommt, ohne die eigene Sicherheit zu vernachlässigen. Entsprechende Hilfsmittel, so sie nicht Teil der Beladung eines Feuerwehrfahrzeugs sind, wurden unter Einsatz von Sägen und anderem Handwerkzeug selbst hergestellt. Eine lebensgroße Puppe „spielte“ den (geduldigen) „Verletzten“.

Brennen und Löschen? Das sind zwei Themen, bei denen stundenlang Einzelfälle aufbereitet und die Lösung der Probleme erarbeitet werden.

Auch wenn nach alter Vorstellung ein Feuerwehrmann immer noch alles wissen und können muss, so wurden auch noch die Themenfelder Gefährliche Stoffe und Güter behandelt und über deren Kenntlichmachung an Fahrzeugen ebenso geredet wie über die Frage, wo und wie man Rat einholen kann, wenn man selber nicht mehr durchblickt. Und bei größeren Chemieunfällen würde ja dann auch der Gefahrgutzug anrollen. Doch bis der da ist, müssen die örtlichen Kräfte einer Feuerwehr erst einmal klar kommen.

Lehrgangsleiter Jochen Maier zeigte sich jedenfalls mit dem Verlauf der verschiedenen Lehrgangstage zufrieden. Auch der Tag der Prüfung habe noch einmal hochmotivierte Feuerwehrfrauen und -männer beim Löschangriff oder der technischen Hilfe erleben lassen.

Ein Filmbeitrag über den Lehrgang findet Sie hier