Neues Fahrzeug in Bonn abgeholt

Freude bei der Feuerwehr Steinheim: Altes „Bund-Fahrzeug“ rollt kommende Woche aufs Altenteil

Drei Jahrzehnte hat das alte „Bund-Fahrzeug“ bei der Feuerwehr Steinheim treue Dienste geleistet. Jetzt wird das Löschgruppenfahrzeug LF 16 - TS ausgemustert. Das Nachfolge-Fahrzeug wurde am Mittwoch in Bonn beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Empfang genommen.

Um ein Haar wäre Abteilungskommandant Uli Weiler und die mitgereisten Maschinisten Jochen Maier und Sascha Frey gar nicht auf dem Albuch angekommen. Auf der Rückfahrt aus der einstigen Bundeshauptstadt kam es auf der Autobahn wegen eines kurz zuvor passierten Unfalls zu einer höchst kritischen Situation: „Wir erlebten, dass das eingebaute ABS-System prima funktioniert.“ So konnte eine Beteiligung an dem Unfall gerade noch abgewendet werden.

Das neue Löschgruppenfahrzeug hat 250 PS und ist höher als all die vorhandenen Fahrzeuge bei „Florian Steinheim“. Nur wenige Zentimeter beträgt der Abstand zwischen dem Kofferaufbau des LF 10/6 und dem Deckensturz des Zufahrttores. Im Gegensatz zum alten Fahrzeug ist auf dem neuen Löschwagen keine dreiteilige Schiebeleiter mehr verlastet. mit dem neuen LF-KatS verfügt die Feuerwehr Steinheim nunmehr über drei wasserführende Feuerwehrautos und einen Mannschaftstransporter

Auf dem MAN-Fahrgestell hat die Firma Josef Leutner GmbH das LF-KatS aufgebaut, das 1000 Liter Löschwasser mit in den Einsatz transportiert. Zur Ausrüstung gehört auch eine Tragkraftspritze aus dem Hause Ziegler. Dieses Löschgerät ist vergleichsweise hoch im Fahrzeug verlastet und kann dennoch mittels Absenkmechanismus problemlos entnommen werden. Vier Atemschutzgeräte gehören zur Standardausrüstung ebenso eine Kübelspritze und ein Kohlendioxyd- und ein traditioneller Pulverlöscher. Für die Wasserförderung über lange Wegstrecken ist außerdem ein Faltbehälter mit 5000 Litern Fassungsvermögen sowie eine Doppelhubpumpe an Bord. Und natürlich jede Menge Schlauchmaterial.

Auf dem Dach befindet sich eine vierteilige Steckleiter. Das Fahrzeug verfügt über ein Notstromaggregat, einen Lichtmasten und über Stative, auf die zwei Scheinwerfer mit je 1000 Watt Leistung befestigt werden können. Für die technische Hilfe stellt der Bund unter anderem eine Motorsäge, eine Tauchpumpe, multifunktionale Hebe- und Brechwerkzeuge zur Verfügung.