Feuerwehr übt unter dem eigenen Regenbogen

Ein Brand in einem Stallgebäude des Weilerhofs, in dem zwei Personen als vermisst galten, war die angenommene Lage für die breit angelegte Einsatzübung, zu der die Feuerwehr-Abteilung Steinheim und Sontheim im Stubental am Samstagnachmittag mit fünf Fahrzeugen und 51 Brandbekämpfern Richtung Gnannenweiler ausrückten und dabei tatkräftige Unterstützung durch die Rotkreuz-Bereitschaft Söhnstetten bekamen. Neben der Menschenrettung war eine wesentliches Übungsziel die Überprüfung der Löschwasser-Verhältnisse. Bei so einem brandgefährlichen Anwesen mit viel Heu und Stroh würden bei einem entsprechenden Schadensbild auch die Feuerwehr Söhnstetten und die Überlandhilfe aus Heidenheim mit Drehleiter und mindestens einen großen Tanklöschfahrzeug gebraucht. Drei Trupps unter Atemschutz suchten, fanden und retteten die realistisch geschminkten Vermissten im ehemaligen Kuhstall. Ein umfassender Löschangriff, zunächst auf die wasserführenden Fahrzeuge abgestützt, wurde aufgebaut. Zeitweise wurde aus zehn Rohren gelöscht. Das klinge zwar viel, wäre aber im Ernstfall nicht ausreichend, stellte der den Einsatzleitenden Hauptkommandant Eberhard Kieser fest. Wassermeister Fischer zeigte noch einen anderen Weg zu mehr Löschwasser auf. Auch wollte die Feuerwehr nicht die eiserne Reserve von 27 Kubikmetern Wasser im alten Hochbehälter Weilerhof für die Übung anzapfen. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Uli Steeger, wie auch Bürgermeister Olaf Bernauer zeigten sich vom Übungsablauf beeindruckt und freute sich, dass etwa 200 Bürger Feuerwehr und Rotem Kreuz bei der Arbeit zugesehen hatten. DRK – Breitschaftsführer Torsten Schäch gab noch Hinweise zur Übergabe der Verletzten außerhalb des Gefahrenbereichs. Dankbar äußerte sich Hofbesitzer und Altgemeinderat Paul Straub, weil wieder einmal der Weilerhof für eine Ernstfallprobe ausgewählt worden war.