Bericht vom 28.04.2013, Gesamtfeuerwehrübung in Steinheim

 

Handwerklich saubere Arbeit

Albuch-Feuerwehren und Rotkreuz-Kräfte üben gemeinsam

"Wir erlebten heute eine überragende Schlagkraft unserer Feuerwehren und eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. Das war wirklich erste Sahne." Bürgermeister Olaf Bernauer war richtig stolz, als er diese Sätze am Ende der Frühjahrsgroßübung gesprochen hatte: 125 Feuerwehrleute und Rotkreuzkräfte übten gemeinsam bei der Firma Vogt im Industriegebiet "Ried".

Der einzige Störfaktor war das Schmuddelwetter. Es hatte aber zahlreiche Übungsbeobachter vom Kommen nicht abgehalten. Hauptkommandant Uli Weiler leitete diese Gemeinschaftsübung, zu der die Heidenheimer Feuerwehr als Anteil der Überlandhilfe die Drehleiter mobilisierte. Ausgangslage war ein Defekt am Eletroantrieb eines Gabelstaplers, der viel Rauch in der neuen Vogt-Halle verursachte und Menschen den Fluchtweg abgeschnitten hatte.

Für Weiler war auch klar, bei so einer Schadenslage im Hochregallager bräuchte man eine zweite Drehleiter und einen kompletten Löschzug aus Heidenheim. Bei der Übung zeigten die Löschzüge aus Söhnstetten, Sontheim im Stubental und Steinheim eine optimale Zusammenarbeit.

Die Wasserversorgung wurde aufgebaut, nach den realistisch geschminkten "Verletzten" wurde gesucht und den Rotkreuz-Kräften aus Steinheim und Söhnstetten zur weiteren Versorgung übergeben. Bereitschaftsleiter Torsten Schäch hatte in dem großen Zelt den Überblick.

Von der Drehleiter aus ergoss sich Löschwasser aus einem Wenderohr, während am Boden Feuerwehrleute den Kampf mit dem roten Hahn führten.

Manöverkritik wurde an Ort und Stelle gehalten, den Inhaber-Familien Zoller für die Übungsmöglichkeit gedankt. Die Wasserversorgung sah Weiler an der Kapazitätsgrenze. Bei der angenommenen Schadenslage müsste die Überlandhilfe mit dem Kreisschlauchwagen von der Lehmgrube her das zweite Standbein für das Löschwasserangebot aufbauen.

Uli Weiler mahnte bei der Übungsbesprechung, auch bei Übungen stets auf die Eigensicherung bedacht zu sein. Solche Übungen seien aber auch dazu da, dass Feuerwehrleute für den Ernstfall eine gewisse Ortskenntnis erlangen.

Ehrenkommandant Eberhard Kieser vertrat den Kreisbrandmeister und zeigte sich als Stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes mit dem Übungsablauf zufrieden: Ruhig und besonnen seien die Aufgaben gelöst worden. Im Zeugnis würde stehen: "handwerklich sehr gute Arbeit abgeliefert".

Einen Filmbeitrag von der Gesamtfeuerwehrübung finden Sie hier