"Feuerwehren sind die Leistungsträger"

Große Worte von Landrat Mader beim Kreisfeuerwehrtag - Glückwünsche zu 150 Jahren Feuerwehr Steinheim

"Ein großartiger Kreisfeuerwehrtag" wurde nach Ansicht von Landrat Hermann Mader in Steinheim ausgerichtet. Nach einem ökumensichen Gottesdienst in der Peterskirche folgte der große Festakt im Dieter Eisele Saal der Musikschule.

Erst nach vielen Minuten war Bürgermeister Rainer Schaller mit der Begrüßung von Ehrengästen von nah und fern fertig. Das Gemeindeoberhaupt betonte in seiner Rede, sehr stolz auf die Feuerwehr Steinheim zu sein, die Großes in Vergangenheit und Gegenwart geleistet habe und sich durch beispiellosen Bürgersinn auszeichne.

"Die Steinheimer können zu Recht stolz auf ihre Feuerwehr sein, die sich durch unermüdlichen Einsatzwillen auszechnete", stellte Uli Steeger, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, fest. "Gerade in dieser Zeit brauchen die Feuerwehren Unterstützung. Der Feuerwehrdienst ist ein besonderer Dienst an der Gesellschaft. Um unser Gemeinwesen wäre es ganz schlecht bestellt, wenn es die Feuerwehr nicht gäbe", Steeger würdigte das ausgezeichnete Miteinander von jung und alt in Steinheims Feuerwehr.

"Die Leistungsträger in der Gesellschaft sind doch unsere Feuerwehren", rief Landrat Hermann Mader in die Runde und würdigte die Feuerwehren als Fels in der Brandung einer auseinanderbrechenden Gesellschaft: " Wir sind die Bürgergesellschaft. Und dazu gehört die Feuerwehr. Die Feuerwehr Steinheim hat in Vergangenheit und Gegenwart hervorragende Arbeit geleistet und sich selbst in extremen Einsätzen mit Bravour geschlagen."

Die Feuerwehr habe auch den Grundstock für die Freiheitsbewegung in Deutschland gelegt, betonte der CDU-Bundestagabgeordnete Roderich Kiesewetter. In seiner Rede schlug der den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und sicherte den Feuerwehren seine "uneingeschränkte Unterstützung" zu. Das gelte insbesondere für den Führerschein B, der für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen geöffnet werden müsse. Einst seien es die Turner gewesen, die Feuerwehrdienste leisteten, weil sich die alten Pumpen nur mit viel Muskelkraft bedienen ließen.

Restlos von Steinheim am Albuch war die dritte Bürgermeisterin von Neu-Ulm, Christa Wanke, begeistert. Sie überbrachte die Glückwünsche des Oberbürgermeister und des Neu-Ulmer Stadtteils Steinheim an Steinheim im Meteorkrater.

Christa Wanke freute sich über ein "tolles Treffen aller Steinheimer Feuerwehren". Dieses Fest zeige aber auch, dass die Feuerwehr vor 150 Jahren nicht die sei, die heute für Mensch und Tier aktiv werde und gegen allerlei lebensbedrohliche Gefahren kämpfe.

Josef Burggraf (Steinheim/Allgäu) gratulierte zum 150. Geburtstag und hieß dazu besonders Georg Reglau (85) als Mann der ersten Stunde willkommen: "Er war dabei, als alles angefangen hat im Jahre 1969. Diese Partnerschaft ist einmalig in Deutschland."

Von "faszinierenden Veranstaltungen" aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr Steinheim sprach Kreisbrandmeister Rainer Spahr: "Die Uneigennützigkeit der Feuerwehr ist eine große Bürgertugend." Er bejahte im Grundsatz, so "ein Fest der Superlative zu feiern": Es diene der Kameradschaft und der Festigung einer einzigartigen Freundschaft und acht Feuerwehren aus Orten gleichen Namens.

Sichtlich gerührt dankte in der von Dr. Patrick Tröster und Berthold Guggenberger umrahmten Feierstunde Kommandant Eberhard Kieser für allen bewegenden Zuspruch und für die Fülle des Lobes und Anerkennung.

Jubilar-Ehrung beim Kreisfeuerwehrtag im Dieter-Eisele Saal in Steinheim: Josef Weber (Großkuchen), Hans Häußler und Georg Schmid (beide Dischingen), Gerhard Haag (Werkfeuerwehr Voith), Albrecht Häberle und Ernst Horn (beide Bolheim) wurden für 40 Dienstjahre in ihrer Feuerwehr mit dem Ehrenkreuz des Landes in Gold geehrt. Mit diesen freuen sich der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Uli Steeger (links), Bürgermeister Rainer Schaller (zweiter von links), Kreisbrandmeister Rainer Spahr, Vize-Verbandsvorsitzende Peter Becher (rechts), CDU-Bundestagsabgeordneter Roederich Kiesewetter und Landrat Hermann Mader.

 

Vizepräsident Ulrich Behrendt (links) zeichnete Werner Bosch (zweiter von links) und Bernd Eckardt (zweiter von rechts) mit dem Deutschen Feuerwehrkreuz in Silber aus und würdigte deren bleibende Verdienste. Verbandsvorsitzende Uli Steeger (rechts) gratulierte den beiden geehrten.

 

Das silberne Ehrenzeichen der Feuerwehren des Landkreises überreichte Verbandsvorsitzende Uli Steeger (links) an Eberhard Kieser (zweiter von links) und an Wilhelm Kaufmann (Zweiter von rechts). Bürgermeister Rainer Schaller (Mitte) und Vize-Verbandsvorsitzender Peter Becher (rechts) freuen sich mit.

 

Zu einem großen Gruppenfoto versammelten sich alle Kommandanten und Bürgermeister /in aller acht Steinheimer Feuerwehren.

 

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