Bericht vom 02.08.2014, Zeltlager der Jugendfeuerwehr

 

Gute Gelegenheit für neue Freundschaften

Wenn es die Jugendfeuerwehr nicht gäbe, müsste man sie als Nachwuchsquelle erfinden. Das war am Donnerstagabend der Tenor bei der Eröffnungsfeier des 29. Zeltlagers der Jugendfeuerwehren im Kreis Heidenheim. Diesmal steht die Zeltstadt in Schnaitheim an der Verlängerung der Straße „Am Jagdschlössle“.

Insgesamt sind 220 Kinder und Jugendliche und ihre Betreuer angereist. Von den 18 Jugendfeuerwehrgruppen im Landkreis sind zwölf dabei, zwei Gruppen kommen von den Feuerwehren aus den Heidenheimer Partnerstädten Döbeln (Sachsen) und Sankt Pölten (Niederösterreich).

Am Anfang der Eröffnungsfeier gedachte Kreisjugendleiter Bernd Wiedenmann (Herbrechtingen) des großen Förderers der Feuerwehrjugend, Wilhelm Kaufmann, der am Mittwoch gestorben war.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Wiedenmann daran, dass vor 30 Jahren in Heidenheim eine Jugendfeuerwehr aus der Taufe gehoben wurde. Viele „Jungs“ von damals sind heute bei der Feuerwehr in Führungsverantwortung. Besonders gewürdigt wurde der Ehrenkommandant und frühere Stellvertretende Kreisbrandmeister Günter Spahr, der einer der Gründer der Jugendfeuerwehr-Bewegung in Heidenheim war. Spiel, Sport und Spaß stehen im Mittelpunkt dieses Zeltlagers, kündigte Wiedenmann an. Vorab galt sein dickes Lob der sieben Personen starken Küchenbrigade, die keine Wünsche unerfüllt lassen werde.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg erinnerte sich an seine Jugendzeit, als er selber an solchen Zeltfreizeiten teilnahm oder sie sogar leitete: Eine feine Sache. Und hier entstünden Freundschaften, die ein Leben lang halten. „Ohne Jugendfeuerwehr würden viele aktive Feuerwehren sich gerade in einer Zeit, wie der heutigen, bei der Werbung um neue Leute schwer tun,“ sagte Ilg und lobte die vielfältigen Anstrengungen um den Feuerwehrnachwuchs in Stadt und Kreis Heidenheim.

Die Grüße des Landrats und hohe Anerkennung für die Jugendarbeit in den Feuerwehren waren das Thema von Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth in seinem Grußwort. „Die Pionierarbeit von Günter Spahr“, aber auch die vielfältigen Angebote für die Jugendfeuerwehren sprach Uli Steeger, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes an.

Die Erfolge in der Jugendarbeit spiegelten sich im aktuellen Erscheinungsbild der aktiven Feuerwehren, betonte Kreisbrandmeister Rainer Spahr sinngemäß. Er sah die Feuerwehren gut aufgestellt und bestätigte ein prima Miteinander zwischen den Kommunen und dem Landkreis und den Feuerwehren. Unter starkem Beifall dankte Spahr allen, die in Führungsposition stehen oder die in in Jugendgruppen enorme Arbeit leisten und tolle Ideen umsetzen.

 

Jugendfeuerwehren hatten viel Spaß beim Zeltlager


Viel zu schnell ging für die 220 Kinder und Jugendlichen, die sich mit ihren Betreuern in Schnaitheim zum großen Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises versammelt hatten, die viertägige Freizeit zu Ende.

Bernd Wiedenmann, Stellvertretende Stadtbrandmeister in Herbrechtingen und Chef der Jugendfeuerwehren im Landkreis, zog zufrieden Bilanz. „Eine tolle Freizeit und einige neue Ideen bei den Stationen der Lagerolympiade.“ Ein von einem mächtigen Wasserstrahl angetriebenes Tretauto diente als Fortbewegungsmittel beim Ringestechen. Mit Saugschläuchen lässt sich sogar eine Ringleitung bilden und mit einem Schlegel eine „Wasserbombe“ entschärfen.

Die „spritzigen Ideen“ bei der Lager-Olympiade freuten natürlich auch Klaus-Dieter Kirschner, den Fachgebietsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, als er den von ihm vor zwei Jahren gestifteten Wanderpokal an den Feuerwehr-Nachwuchs aus Dunstelkingen bei der Siegerehrung überreichte. Noch vor dem Start der Lagerolympiade stand fest, dass Ballmertshofen den Pokal nicht verteidigen würde, weil die Jugendfeuerwehr diesmal nicht am Zeltlager dabei sein konnte.

An mehr als zehn Stationen war Teamgeist gefragt, wurde Feuerwehrwissen in die Praxis umgesetzt oder aber Geschicklichkeit beim großen Mikado verlangt. Mit 115 Punkten hatte Dunstelkingen die Nase vor Demmingen vorn, das 108 Punkte holte. Die Bronze-Medaille ging an Nattheim, das auf 99 Punkte kam. Die Mannschaften aus Sankt Pölten wurde sechste, Döbeln landete auf dem vorletzten Platz.

Das Dorfquiz hatte es wahrlich in sich. Das eine oder andere Team war etliche Kilometer mehr unterwegs, weil das mit den Koordinaten und der Landkarte nicht richtig klappen wollte.

Filmbeitrag