Bericht vom 11.07.2014, Großer Zapfenstreich im Klosterhof

 

Zapfenstreich vertreibt Gewitter

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Getreu dem Sprichwort sagten die Verantwortlichen des 110 Jahre alten Musikvereins am Freitagabend die feierliche Serenade und den Zapfenstreich im Klosterhof nicht wegen Regens ab.

Es fielen nur wenige Tropfen vor dem Beginn der feierlichen Abendmusik. Es wäre ja wirklich schade gewesen. Allerdings stimmten die Nachrichten zunächst gar nicht optimistisch. Wer nämlich von Söhnstetten oder Neuselhalden her kam, meldete starken Regen. Doch die Regen- und Gewitterfront schwenkte über dem Heiderfeld Richtung Sontheim ab. Somit mussten die Serenade und der Zapfenstreich nicht ersatzlos gestrichen werden. Die Musiker im Großen Blasorchester hatten sich unter Dirigent Norbert Hann prima auf einen wirklich großen Auftritt vorbereitet. Die Serenade, die entweder für sich stattfinden kann, oder einem Großen Zapfenstreich vorangestellt ist, begann im Zwetschgengärtle mit dem „Florentiner Marsch“. Nicht ganz 400 Zuhörer spendeten viel Beifall. Es folgte die Brinpolka und dann „En Aranjuez con tu amor“, bei dem Thomas Frömel das Flügelhornsolo übernahm. Mit „Liverpool Sound Collection“ kam noch eine andere Musikrichtung zur Geltung.

Nach einführenden Worten des Vorsitzenden Thomas Frömel über die Geschichte des Großen Zapfenstreichs zogen zu den Klängen des „Preußischen Zapfenstreich-Marsch“ die Fackelträger der Feuerwehr auf und nahmen ihre Plätze ein. Es folgten die verschiedenen Trommelsignale, Stücke für Pfeifer und auch „Retraiten“, die traditionell an die Gefallenen und Verwundeten erinnern. Ihrer wird mit dem Choral „Ich bete an, die Macht der Liebe“ gedacht. Gerhard Tersteegen dichtete einst dieses Lied.

Auf das Abschlagen nach dem Gebet erklang die Nationalhymne, die ausgesprochen getragen und sehr fein aufgeführt wurde. Es lag wohl an der Örtlichkeit und sicher auch an den Notenständern, dass auf den feierlichen Ausmarsch aller Mitwirkenden an dem Großen Zapfenstreich zu den Klängen des Zapfenstreichmarsches verzichtet wurde.

Das Publikum aber bedankte sich nach kurzem Zögern mit anhaltendem, herzlichen Beifall bei den Musikern und Feuerwehrleuten. Diese feierliche Abendmusik gilt seit einigen Jahren als Höhepunkt des sommerlichen Musizierens des Großen Blasorchester.

Filmbeitrag