Bericht vom 20.09.2013, Fahrzeugübergabe an die Feuerwehrabteilung Söhnstetten

 

Auch für schwere Ernstfälle gut gerüstet

Feuerwehr Söhnstetten ersetzt ein über 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug

Die Fahrzeugtaufe ist erfolgt: Die Feuerwehr Söhnstetten nutzt seit Freitagabend ein knapp 300 000 Euro teures Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und verabschiedete sich vom über 30 Jahre alten Tanklöschfahrzeug auf Unimog-Fahrgestell. Am Sonntag folgte auf dem Roten Platz ein großes Feuerwehrfest.

Die Feuerwehrabteilung Söhnstetten, dazu starke Kräfte aus den Abteilungen Steinheim und Sontheim im Stubental waren Freitagabend vor dem Gerätehaus angetreten. Selbst die grüne Bundestagskandidatin Margit Stumpp hatte es sich nicht nehmen lassen, um dabei zu sein. So brauchte Abteilungskommandant Hans-Jürgen Söll doch einige Augenblicke, um eine stattliche Zahl Ehrengäste neben den Feuerwehrkameraden und den DRK-Angehörigen zu begrüßen. „Ein großer Tag für unsere Feuerwehr!“

Und das dachte sich im Vorfeld Braumeister Klaus-Dieter Schmitt von der Hirsch-Brauerei und kreierte ein HLF-Bier.

Die Glückwünsche des Landkreises und des Kreisfeuerwehrverbands formulierte Kreisbrandmeister Rainer Spahr namens des anwesenden Kreisverbandsvorsitzenden Uli Steeger sowie von Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth. Das Warten habe sich für die Feuerwehr Söhnstetten gelohnt. Das neue Fahrzeug entspreche dem Einsatzspektrum. Auf Söhnstetter Gemarkung passierten mit die schwersten Unfälle im Kreis Heidenheim. Entsprechend groß sei auch der Hilfeleistungssatz auf dem neuen Fahrzeug. Die Schlagkraft der Wehr werde damit deutlich erhöht. Spahr lobte das vorbildliche Miteinander in der Albuchgemeinde: Hier harmonieren Gemeinderat, Verwaltung, Bürgermeister und Feuerwehr. Lob und Dank galt Wilhelm Kaufmann, der im Feuerwehr-Ruhestand sich als großer Sponsor der Jugendfeuerwehren betätigt.

Bürgermeister Bernauer erinnerte sich an die Schrecksekunden und die Sorge um das schon angezahlte Geld, als plötzlich die Firma Ziegler in die Insolvenz geraten war. Der schon vergebene Auftrag für ein neues Löschfahrzeug war damit hinfällig. Alles habe sich zum Guten gewendet. Ziegler Safety in Giengen erhielt den Auftrag und habe „ein tolles Fahrzeug“ montiert.

Auf die Details und die Frage, was hat das HLF alles an Bord, ging Hauptkommandant Uli Weiler ein. Abteilungskommandant Hans-Jürgen Söll blendete zurück „auf die spannende Geschichte der Fahrzeugbeschaffung“: viele Planungsgespräche gab es und ein großes Puzzle, bis die europaweite Ausschreibung des Feuerwehrautos fertig war und veröffentlicht werden konnte.

Hermann Quintenz dankte seitens der Firma Ziegler Safety für den Auftrag, Pfarrer Andreas Neumeister von der evangelischen Kirchengemeinde hielt eine kurze Meditation über den Wahlspruch der Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Das Weihe- und Segensgebet sprach Kirchenpfleger Rolf Weber von der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde.

Am gestrigen Sonntag war der Rote Platz vor der Seeberghalle oft sehr gut besetzt. Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen und aus dem Kreis Heidenheim schauten bei einer Sternfahrt vorbei, freuten sich mit den Söhnstetter Feuerwehrleuten über ein neues Einsatzfahrzeug, das buntgeschmückt war und an dem die Farben blau und gelb der einst selbstständigen Gemeinde Söhnstetten flatterten. Der Musikverein Schwäbische Trachtenkapelle Söhnstetten blies den Festbesuchern gewaltig den Marsch, wobei Polka-Klänge überwogen.